Autor: tin

Primitives Spiel

Wollte die SVP nicht mal Ballerspiele verbieten lassen? Aber nein, natürlich es immer alles anders – jetzt bieten sie selber ein Ballerspiel an, wo man Minarette abschiessen kann (Link wird hier nicht gesetzt). Wie primitiv darf es denn eigentlich noch werden? Aber wir werden wohl auch in Zukunft immer wieder überrascht werden, zu was die Parteistrategen dort „fähig“ sind.

Ladenöffnungszeiten

So so, die Detailisten möchten die Ladenöffnungszeiten weiter ausdehnen – 7 bis 20 Uhr, ein Abendverkauf pro Woche bis 21 Uhr und 4 Sonntagsverkäufe. Doch wozu? Um den Umsatz zu steigern? Das wird kaum funktionieren – die Verkäufe werden sich einfach mehr über die geforderten Zeiten verteilen. Aber das Verkaufspersonal, das ja noch immer am unteren Bereich der Verdienstskala bleiben muss, muss das Ganze wieder tragen. Dass Angestellte mehr am Abend und am Wochenende arbeiten möchten, sehe ich als Schutzbehauptung und glaube es einfach nicht. Paar einzelne wird es geben, aber dieses Anliegen ist sicher nicht von der Mehrheit ausgesprochen worden. Ich hoffe doch, dass die Gewerkschaften hier bremsen können

Neue Peinlichkeiten

Gerade konnte man in den Online-Medien lesen:

Die Hersteller der drei möglichen Nachfolger für die Tiger-Kampfflugzeuge sind noch nicht über den möglichen Kaufverzicht informiert worden. Offiziell arbeitet man an der Ausarbeitung von letzten verlangten Unterlagen.

BR Maurer denkt schon laut darüber nach, die Beschaffung der neuen Kampfjets aufs Eis zu legen, aber die 3 offerierenden Hersteller wissen nichts davon? Bahnt sich da einen neue Peinlichkeit an? So langsam aber sicher scheint mir im BR und den entsprechenden Ämtern ein riesiges Kommunikationsproblem zu bestehen.

UNO macht Werbung

Die SVP wird sich bei der UNO sicher bedanken können für die Gratis-Werbung.

Das UNO-Menschenrechtskomitee hat die Schweiz auf den Prüfstand gestellt. Hohe Wellen schlug die Minarett- Initiative. Ein Vertreter des UNO-Gremiums zeigte sich empört über die «erschreckende Plakatkampagne» der Befürworter im Abstimmungskampf.

Quelle

Die UNO hat bei uns sowieso schon schlechte Presse und wenn die sich jetzt vor der Abstimmung einmischt und kritisiert, dann wird das nur der SVP Stimmen bringen.

Die eine Hand wäscht die andere

War denn jemals etwas anderes zu erwarten?

Der französische Premierminister François Fillon hat Kulturminister Frédéric Mitterrand nach der hitzigen Debatte um dessen Ansichten zum Sextourismus und der Parteiergreifung für den mutmasslichen Vergewaltiger Polanski öffentlich den Rücken gestärkt.

In Sachen sexuellen Verfehlungen scheinen Promis also einen ewigen Schutz gewährt zu bekommen – hier sogar vom Präsidenten. Wundert es uns, dass auch in Italien Herr Berlusconi machen kann, was er will.

Und man bemüht natürlich das Feinbild der bösen Linken, die da eine Attacke reiten wollten.

Skandalurteil

Schon im Zusammenhang mit der Missbrauchsgeschichte von Polanski war deutlich zu sehen, dass Vergewaltigung auch heute noch imer verharmlost und als Kavaliersdelikt abgetan wird.

Dieses Skandalurteil ist ein weiteres Beispiel dafür. Eine bedingte Gefängnisstrafe nach einem Missbrauch von zwei Minderjährigen (12 und 8 Jahre) – eben: schlicht ein Skandal.

Postfinance nervt

Vorgestern hiess es, dass E-Finance bis heute um 19.00 Uhr nicht zur Verfügung stehe, jetzt kommt die Meldung:

Sehr geehrte Damen und Herren
Wegen Wartungsarbeiten steht Ihnen E-Finance vom Freitag 09.10.2009, 19:00 Uhr bis Sonntag 11.10.2009, 20:00 Uhr nicht zur Verfügung.

Wir danken für Ihr Verständnis.
Ihre PostFinance

Sorry nein, jetzt habe ich kein Verständnis.

Update – jetzt noch später:

Wegen Wartungsarbeiten steht Ihnen E-Finance vom Freitag 09.10.2009, 19:00 Uhr bis Sonntag 11.10.2009, 22:00 Uhr nicht zur Verfügung.

Update 2 – Endlich, ab 21.15 Uhr scheint der Zugriff wieder zu gehen.

Update 3 – Nein, ich glaub es nicht, jetzt gehts wieder nicht mehr:

E-Finance steht im Moment nicht zur Verfügung. Wir setzen alles daran, die Störung rasch zu beheben.

Blinken, ach wozu

Ich habe mich heute gefragt, ob die Regel zum Blinken im Kreisel wohl geändert worden sind und ich das nicht mitbekommen habe. So viel ich wusste und es immer noch praktiziere: Wenn man den Kreisel verlässt, blinkt man rechts – sonst nicht. Heute sah ich aber, dass viele links blinken oder eben gar nicht – irgendwann wird der Kreisel verlassen. Diejenigen, die in den Kreisel einfahren wollen, dürfen also raten und warten, bis klar ist, dass da einer den Kreisel verlassen hat – wirklich sehr „praktische“ Verhaltensweise.

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