Schlagwort: Banken

3. Säule

Meine Bank hat mir einen netten Brief geschrieben, dass ich in diesem Jahr maximal 6682.00 Franken in die 3. Säule einzahlen kann. Da fragt man sich halt schon – die riesigen Probleme der Finanzwelt sind ja noch lange nicht vom Tisch. Da fragt man sich also schon, ob eine solche Einzahlung zu verantworten ist und ob man dieses Geld wohl wieder einmal sehen wird – nach der Pensionierung. Ich habe noch Zeit bis zum 18. Dezember – also bis morgen – um mich zu entscheiden.

Unbelehrbare UBS

Der Normalbürger darf wieder einmal mehr den Medien entnehmen, dass die Bankenwelt  ganz offensichtlich unbelehrbar ist. Die UBS, die vor noch nicht all zu langer Zeit vom Staat gestützt werden musste, um nicht völlig abzustürzen, hat keinen Gewinn gemacht – wie sollte sie auch. Aber auch ohne Gewinn zahlt sie offenbar 4 Milliarden an Boni aus. Ein „Bonus“ ist doch nach dem Wortverständnis eben eine zusätzliche Entschädigung in der Zeit, wo gute Geschäfte gemacht wurden – das kann man aber doch jetzt nicht sagen.

Auch wird wieder die Geschichte aufgetischt, man müsse diese Boni zahlen, um die Mitarbeiter halten zu können. Aber hallo: Wo bekommt man einen Bonus, wenn eben nicht gut gearbeitet wurde? Und noch etwas krasser gesagt: Wie gut sind denn die Mitarbeiter, die die Bank so an den Rand der Katastrophe geführt haben?

Ich möchte wirklich einmal eine Erklärung für dieses unbelehrbare Verhalten lesen, die nachvollziehbar und verstehbar ist. Aber auch dazu scheint man nicht fähig zu sein. Es ist schlicht ärgerlich – das Image der Banker und der Bankenwelt leidet so immer mehr – aber offenbar ist auch das egal – irgendwie hat man da den Bezug zur Realität völlig verloren – bei einem Menschen würde man dringend psychiatrische oder mindestens psychologische Fachberatung empfehlen.

Boni heissen jetzt anders

Die Boni bei den Banken sind offensichtlich nicht abgeschafft – sie heissen jetzt einfach anders, weil der Begriff unterdessen „problematisch“ geworden sei. Boni sind jetzt einfach „zinslose Darlehen, die nicht mehr zurückbezahlt werden müssen“. Faktisch kommt es also auf das Selbe raus. Die Banken zeigen einmal mehr ihre Lernresistenz und man fragt sich als Bürger, der den Banken mit seinen Steuergeldern unter die Arme greifen musste, damit das Finanzsystem nicht kollabiert, wie lange dieses überhebliche Gehabe wohl noch anhalten wird. Doch irgendwann wird mal genug sein und die Anzahl der Schuh- und Kirchturm-Werfer wird so in nächster Zeit bestimmt weiter zunehmen.