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Hochalpines Wettrüsten der roten Blutkörper

Fünf der neun Spielorte an der WM in Südafrika liegen höher als 1300 Meter über Meer. Kein Wunder, fallen die Teams scharenweise in den Bergen ein.
Quelle: 20 Minuten – Hochalpines Wettrüsten der roten Blutkörper

Die glauben wahrscheinlich alle noch an den Storch. Medizinisch bringt ein Höhentraining erst ab 2000 m.ü.M. und darüber etwas – wenn überhaupt, es ist nämlich in der Medizin umstritten. Die da beschriebenen Orte Crans-Montana, Saas-Fee, Saanenmöser, Anzère liegen aber alle um einiges darunter. Wenn solche „Höhentrainings“ jemandem nützt, dann dem Tourismus im Wallis und im Berner-Oberland – ist ja auch etwas.

Ausgesegelt

Nun ist es also Tatsache – Alinghi hat den 33. USA Cup verloren. Aber das interessiert mich eigentlich nicht sehr – wenn Milliardäre mit ihre Millionen schweren High-Tech Spielzeugen gegeneinander auf dem Meer rumkurven, hat das wohl nicht mehr viel mit Segeln zu tun – mir kommt es eher wie pupertäres Spielchen vor – so nach dem Motto: Mein Schiff ist schneller als deines.

Team gewinnt

Da muss man schlicht und einfach nur gratulieren für die tolle Leistung des U-17 Teams, das Weltmeister geworden ist. Die Reaktionen sind sehr unterschiedlich – zum Glück sind auch viele erfreut über das Glanzresultat. Doch auf 20minuten waren auch sehr eigenartige Reaktionen zu lesen. Den Vogel abgeschossen hat wohl dieser, der gemeint hat, man könne sich gar nicht freuen, weil die meisten Team-Mitglieder Ausländer wären. Aber hallo! Erstens sind alles Schweizer und zweitens zeigt diese Reaktion eher, dass eben eine erfolgreiche Integration eine win-win-Sitation darstellt. Wenn die U-17 nur aus Müller, Abderhalten und Meier bestehen würde, wären die wohl kaum so weit gekommen. Also liebes U-17 Team: Nochmals herzliche Gratulation und lasst euch von den ewigen (xenophoben) Miesmachern nicht verdriessen.

Multikulti-Fussballer

Ist ja schon interessant, dass ausgerechnet eine Multikulti-Mannschaft die Schweizer U-17 in den Final gebracht hat. Hört man dazu wohl auch etwas von der SVP? Wahrscheinlich nicht. Das wäre nämlich jetzt ein tolles Beispiel dafür, was geglückte Integration bewirken kann – Sport vermag also hier ein sehr guter Katalysator zu sein, jungen Menschen ein Ziel zu geben und plötzlich spielt der „Migrations-Hintergrund“ keine Rolle mehr – ja, wird offenbar sogar zur Bereicherung und zum Hervorbringen solcher Talente. Aber auch von jungen Menschen, die sich total für ihr Ziel engagieren – Talent allein reicht da nicht. Es geht im Fussball bestimmt auch nach der Regel: 20% Talent – 80% Training – oder wie es auch schon hiess: 20% Inspiration – 80% Transpiration. Wie auch immer der Final ausgehen wird – wirklich erfreuliche Jugend!