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Der Schwingerkönig ist urban

Der Schwingerkönig wird in diesem zitierten Artikel von 20 Minuten als „Traditionalisten“ beschrieben, der aber durchaus mit dem „modernen, urbanen Leben“ verbunden ist. Die Definition dazu ist nicht nur noch komisch, ist eher schon peinlich.

Seine elfjährigen Zwillingsbrüder Ruedi und Marcel sind erfolgreiche Jungschwinger und stehen fast jedes Wochenende irgendwo im Schlussgang. Auch seine Herkunft aus Horboden, einem Weiler in der Gemeinde Diemtigen im Berner Oberland, weist ihn als Traditionalisten aus. Doch die familiäre Situation – seine Eltern leben nicht mehr zusammen – entspricht durchaus dem modernen, urbanen Leben.

via 20 Minuten Online

Wenn die eigenen Eltern nicht mehr zusammenleben, dann entspricht man „durchaus dem modernen, urbanen Leben“? Geschiedene Eltern als Zeichen dafür, dass einer, der auf dem Land lebt (=Traditionalist) auch mit der Stadt verbunden ist? Was ist jetzt aber mit Städter, die nicht geschieden sind? Nein bitte, solche plakativen und dualistischen Definitionen sind wirklich nicht aus unserer Zeit – sowas hätte unsere Grossmutter vielleicht noch verkünden können – aber unterdessen schreiben wir doch das 21. Jahrhundert.

Medialer Stuss

Man mag – wie ich auch – mit der SVP durchaus nichts am Hut haben – auch die Vorstössen der Nationalrätin Hutter waren nicht nachvollziebar. Aber das gibt den Medien sicher keine Berechtigung, solchen Stuss zu schreiben:

SVP pur – Hutter wird Heimchen
Die St. Galler SVP-Nationalrätin Jasmin Hutter hat am Dienstag ihr erstes Kind zur Welt gebracht. Wie sie angekündigt hatte, tritt die 31-Jährige jetzt aus dem Nationalrat zurück.

Was soll diese abwertende und beleidigende Art und Weise der Überschrift? Ist Beleidigung die neuste mediale Masche?

Sie sagte denn auch immer deutlich, ein Nationalratsmandant und ein Kind seien für sie nicht vereinbar. Ihr Rücktritt per Ende 2009 ist nun die konsequente Umsetzung ihrer Voten und ihrer Ankündigung.

Wort und Tat stimmen hier immerhin überein – das kann man von anderen Parlamentariern wohl nicht immer behaupten – auch ausserhalb der SVP.

Quelle

Verrückte Welt

Die Welt scheint immer verrückter zu werden – oder geht es einfach wieder einmal nur darum, in den Medien zitiert zu werden? Will man um jeden Preis auffallen?

In einem Online-Game wird man als Behinderter von Finn durch den Bärenpark gejagt. Die Entwickler wollten wissen, ob Schweizer mehr für Tiere oder Behinderte spenden.

Ach du meine Güte – nach dem Minarett-Versenk-Spiel jetzt noch dieses. Ja bestimmt, auf so etwas hat man ganz bestimmt gewartet. Meine Frage gilt Ernst: Wie verrückt muss oder darf die Welt eigentlich noch werden? Ich hoffe doch sehr, dass wirklich niemand diesen Stuss runterlädt.