Monat: Januar 2011

Webcams ausgeschaltet

Während der WEF-Tage müssen wir die Webcams leider aus Sicherheitsgründen ausschalten. Selbstverständlich gehen sie nach dem WEF wieder online. Falls Du nichts verpassen willst, schau doch mal beim Spotterplatz Heligrill in Rümlang oder auf der Zuschauerterrasse E vorbei. ZRH_Media

via Flughafen Zürich | Facebook

Im Namen von Sicherheit kann man natürlich alles tun, auch völlig sinnlose Dinge. Sicherheit kann man nie hinterfragen. Warum das Ausschalten der Webcams etwas mit Sicherheit zu tun haben könnte, wird natürlich nicht erklärt. Ich finde das einfach ziemlich bescheuert – jedenfalls ist es das erste Mal, das während dem WEF auf dem Flughafen in Zürich die Webcams „aus Sicherheitsgründen“ ausgeschaltet wurden.

Zürich–Bern in 28 Minuten

Fast alle wichtigen Schienenwege der Schweiz führen «via Olten». Bahnexperten schlagen eine Alternativroute vor, die mehrere Probleme auf einen Streich lösen würde. Doch Bundesamt und Bundesbahn haben andere Pläne.

via tagesanzeiger.ch

Ja nun, was gilt jetzt? Vor paar Tagen hat doch Bundesrätin Leuthard betont, dass weniger gependelt werden müsste. Darum wolle man das Zugfahren massiv verteuern. Doch beim Bahnverkehr ist es doch sicher gleich, wie beim Strassenverkehr: Wenn die Infrastruktur ausgebaut wird, wird das auch neuen Verkehr generieren – das heisst also, dass bei einer so schnellen Verbindung noch mehr zwischen Bern und Zürich und umgekehrt gependelt wird. Beim Strassenbau wird zwar noch heute verleugnet, dass neue Strassen noch mehr Verkehr bewirkt – doch die Zuwachszahlen sagen ja etwas anderes.

Also einmal mehr: Ganz unterschiedliche Signale aus der Politik.

Der schönste Tag im Leben

8300 Heiratswillige strömten über das Wochenende an die Fest- und Hochzeitsmesse in Zürich. Die Paare sind bereit, für den «schönsten Tag im Leben» viel Geld auszugeben.

via tagesanzeiger.ch

Ich habe noch nie begriffen, warum das Hochzeitsfest der „schönste Tag“ im Leben sein soll. Daraus ist ja schon die Tendenz gegeben, dass es von der Hochzeit an nur noch bergab gehen kann. Nein, es gibt nach diesem Fest immer wieder „schönste Tage“ – sonst wäre die Zukunft als verheiratetes Paar wirklich ziemlich trist. Oder ist das am Ende eine Erklärung, warum sich so viele Paare wieder scheiden lassen. Ich weiss es nicht – ich wäre einfach für eine etwas gewähltere Sprache.

Diesel oder Benzin – oder sogar Dieselbenzin

Rund 400 Liter Diesel sind am Sonntag bei einer Romanshorner Tankstelle ausgelaufen, als ein Autofahrer bei der Wegfahrt den Tankschlauch abriss.

Da er den Tankstutzen am Wagen noch eingestöpselt hatte, riss der Schlauch und es ergossen sich rund 400 Liter Dieselbenzin auf den Teer.

Die Stützpunktfeuerwehr Romanshorn saugte das Benzin aus dem Auffangschacht der Tankstelle.

via 20 Minuten Online

Irgendwie werde ich aus dem Artikel nicht schlau. Waren es jetzt 400l Diesel oder waren es 400l Benzin, die wegen dem vergesslichen Herrn ausflossen? Und was zum Kuckuck ist „Dieselbenzin“?

Der Korrektor hatte wahrscheinlich schon Feierabend.

Albtraum auf Rädern

An Bahnhöfen und Flughäfen wimmelt es nur so von Rollkoffern. Ein grosses Ärgernis, findet Tagesanzeiger.ch/Newsnetz-Reporter Reto Hunziker.

via tagesanzeiger.ch

Wir Schweizer und Schweizerinnen müssen schon das glücklichste Volk auf der Welt sein. Wenn wir wirklich keine anderen „Probleme“ mehr haben, als was uns da der offenbar stets Gehetzte Hunziker schildert, dann ist ja wirklich alles in Butter. Aber eben, das ist offenbar eine „Tugend“ von uns Schweizer und Schweizerinnen – wir können uns über völlige Lappalien ärgern – ärgern offenbar aus Prinzip – nein, glücklich ist das nicht und gesund auch nicht.

Betriebssysteme als Kampfzone

Microsoft reagiert mit einer neuen Version seines Betriebssystems auf den Erfolg des iPads – eine herbe Schlappe für Intel und eine Kampfansage an Apple und Google.

via tagesanzeiger.ch

Ach so ist das, ich habe gerade wieder etwas gelernt. Betriebssystem werden nicht für Benutzer entworfen und da werden nicht neue Ideen entwickelt und weitere Funktionen geplant, da geht es also um Kampf gegen andere – gegen andere Firmen und gegen andere Betriebssysteme. Scheint also so, dass auch auf diesem Bereich „der Krieg Vater aller Dinge ist“. Fortschritt basiert also nicht auf der Weiterentwicklung von Funktionen, sondern „nur“, um sich gegenüber anderen zu behaupten und abzugrenzen. So wundert es ja nicht, dass letztlich alle gleich aussehen, das Gleiche tun und die gleichen Mängel haben. Ganz schön blöd.

Einfach irgend etwas

Ich bin mitlerweile seit einer Woche stolzer Inhaber des Iphones und finde es echt stark, dass der Blog im Safari korrekt dargestellt wird.

Das ist ein Kommentar auf einen meiner Beiträge – der Inhalt, wie man sieht,  hat aber überhaupt keinen Bezug zum Artikel und enthält einen Link auf eine Webseite eines Online-Shops. Die Absender-IP stammt übrigens aus England. Zurecht hat Akismet diesen Kommentar also als SPAM ausgefiltert und in den entsprechenden Ordner verschoben. Vielen Dank. Unterdessen habe ich diesen „Kommentar“ auch gelöscht.

Politik vom Stammtisch, wie immer

Ueli Maurer hat eine eigene Theorie, weshalb Frauen eher für die die Initiative «Für den Schutz vor Waffengewalt» sind.

Der Verteidigungsminister sieht es pauschal: «Frauen kennen die Waffe nicht», sagte er in einem am Montag publizierten Interview mit den «Zürcher Regionalzeitungen».

via 20 Minuten

Na gut – es ist so, wie immer. Hat die SVP und ihre Anhänger denn je etwas anderes von sich gegeben, als Pauschal-Urteile? Eben. Wäre ja was ganz Neues gewesen, wenn Maurer eine einsichtige Begründung geliefert hätte, warum Frauen evtl. eher für diese Initiative stimmen werden. Aber so, eben typisch SVP – das ist nichts anderes als die gewohnte Stammtischmanier.