AchWas

Die selben Themen

In der Zwischenzeit habe ich bei Twitter immer mal wieder rein gesehen und die berühmten Tags #sbbservicescout und jetzt auch #swisspass verfolgt. Es ist schon interessant, was da hin und wieder geschrieben wird. Dazu merke ich immer wieder auch, wie sehr ich „zwischen den Fronten“ geraten bin. In Sache „Swisspass“ bin ich ein unerschütterlicher Kritiker. Umgekehrt wehre ich mich gegen das tägliche Bashing und das total überdrehte Kommentieren von Pannen und Störungen. Diese sind in diesem hochkomplexen Betrieb der SBB auch einfach mit dabei – keine Technik funktioniert zu 100% und bei dieser hohen Fahrplandichte ergibt sich aus einem kleinen Anlass manchmal eine grössere Störung. Das technische Verständnis der Motzer scheint nicht gerade gross zu sein und – wie schon so oft geschrieben – verwechseln viele den realen Bahnbetrieb mit ihrer Märklin zu Hause.

Geht gut

Bis jetzt habe ich eigentlich noch gar keine Entzugserscheinungen festgestellt, nach dem ich ich, wie beschrieben, den Tag #sbbservicescout auf Twitter nicht mehr verfolge. Hin und wieder taucht das Thema Bahn oder SBB in meiner sehr bescheidenen Timeline von Twitter auf und manchmal schreibe ich ja dazu etwas, aber das reicht eigentlich völlig aus. Auf ganz viele Reaktionen unter dem Tag lohnt es sich wirklich gar nicht, zu reagieren und das zeitliche Engagement ist mir echt zu schade – ich bin ja kein Scout und habe auch kein GA beschenkt bekommen… Das einzige: Das Thema wäre an sich ja interessant und es wäre sicher spannend, dieses Thema mit kompetenten Leuten zu diskutieren – soweit das überhaupt via Twitter geht. Ja dann halt.

Vorläufig Schluss

Ich habe mich nun entschieden, ich werde den Tag #sbbservicescout auf Twitter vorläufig nicht mehr verfolgen.

Da sah ich bisher keine Informationen, die mich interessieren würden oder könnten. Auch habe ich da bisher wirklich nichts Neues entdecken können. Die paar Nachrichten, in denen sich Bahnfahrer immer wieder über die selben Dinge (sehr oft Lappalien) auslassen, machen den Aufwand nicht wett, unter diesem Tag weiter zu lesen. Ich habe wirklich den Eindruck, dass viele der Schreiber überhaupt keine Ahnung haben, was ein solcher ausgebauter Bahnbetrieb erfordert und welche Voraussetzungen nötig sind, ob diesen Betrieb täglich, bei jedem Wetter aufrecht zu erhalten. Reklamiert ist sehr schnell, wenn es gerade nicht zu den persönlichen Vorstellungen passt.

Als Bahninteressierter muss ich mich wohl nach anderen Foren umsehen, wo dann auch mit technischem Hintergrundwissen Themen diskutiert werden. Ich hatte es zu Beginn ja schon ein wenig vermutet, dass da nicht viel mehr als nur Oberflächliches zu finden sein wird – meine Vermutung hat sich bestätigt.

Ok, das wärs.

Gähnende Leere

Nach dem Wochenende hatte ich doch gedacht, unter dem Tag #sbbservicescout nun wirklich ein paar Dinge auf Twitter lesen zu können. Es hätte ja auch durchaus sein können, dass die Pendler sich nicht wirklich Zeit nehmen, irgend ein Feedback zu geben und darum unter der Woche nicht geschrieben wird. Aber heute Sonntag Abend – also nach dem Wochenende: Gähnende Leere.

Man könnte jetzt natürlich daraus die Schlussfolgerung ziehen, dass alle mit der SBB zufrieden sind und es gar nichts zu melden gäbe. Es stimmt zwar und wird mir von Insindern ja auch bestätigt, dass es einen grossen Unterschied bei Reisenden unter den Woche oder am Wochenende git. Aber das Stillschweigen passt so irgendwie nicht – bei eine kleineren oder auch grösseren Störung, die in den Online-Medien öfters gross aufgebauscht werden, sind die Kommentarspalten jeweils sofort übervoll.

Und so kommen halt wieder die alten Bedenken, dass diese PR-Aktion nicht wirklich zielführend ist und ihre Wirkung und vor allem ihre Bekannheit vielleicht bereits verpufft ist.

Wirklich weiter ?

Nach einem weiteren Tag frage ich mich nun wirklich ernsthaft, ob ich diesen Tag #sbbservicescout auf Twitter weiter verfolgen soll. Das Ganze scheint mir immer mehr – was ich ja schon zu Beginn als Eindruck hatte – sehr seltsam und fragwürdig.

Ich weiss auch nicht, ob die Idee, die Kunden möglichst viel Feedback geben zu lassen und ein Team von 10 Leuten zu rekrutieren, die über Wünsche und Verbesserungsvorschläge berichten sollen, wirklich der richtige Weg ist. So gibt man nämlich den Kunden irgendwie den Eindruck, man könne an der SBB und ihren Leistungen so einfach, z.B. mit einem Tweet, mitgestalten und alles mögliche und vor allem unmögliche wünschen und das würde dann realisiert werden.

Ist ja alles so einfach – breitere Tische für die Laptops – viel mehr Platz für Fahrräder und Kinderwagen, schnelles und lückenloses WLAN. Und wenn dann das alles nicht in kürzester Frist realisiert wird, ist der Frust erst recht gross.

Mit meinem vorhandenen Wissen und technischen Verständnis über den Betrieb SBB frage ich mich bei den Wünschen sofort, ob denn das wirklich realisierbar ist und komme sehr oft zum Schluss: Nein. Aber irgendwie ist es ja hier nicht mein Job, die Leute mit technischen Details aufzuklären und ihnen darzulegen, warum ihre Wünsche unrealistisch sind. Ich sollte die Übung wohl abbrechen. Das würde dann bedeuten, diesen kurzfristig aufgesetzten Blog auch wieder zu beerdigen.

Und was noch alles

Ich verfolge weiterhin den Tag #sbbservicescout auf Twitter und bin immer und immer wieder erstaunt, was Leute da fragen, anmerken und reklamieren. Da werden den SBB Dinge vorgeworfen, die wirklich nichts, aber auch gar nichts mit deren Leistungen und Angeboten zu tun haben. Wenn da einer reklamiert, neben dem Bahnhof XY sei der Empfang seinen Mobiltelefons schlecht und die SBB hätte es immer noch nicht geschafft, das zu verbessern, da muss ich wirklich den Kopf schütteln. Es ist doch nicht die SBB, die für die Netzabdeckung des Mobilnetzes zuständig ist – das ist allein Sache der Mobilnetzanbieter. Aber auch bei Störungen wird sehr oft reklamiert, ohne den wirklichen Grund zuerst zu erfragen. Die Leute bei @RailService beneide ich wirklich nicht… Aber eben, es gibt ja – wie man so schön sagt- keine dummen Fragen…

Immer noch aktuell

Ich habe da ein altes Cartoon von 2013 im Internet gefunden – das scheint aber noch heute aktuell zu sein… und wird wohl noch aktueller, da immer mehr Dinge auf Apps ausgelagert werden. Aber eben, wenn der Akku flach ist, was dann?

Erste Eindrücke über SBBServiceScouts

Seit ein paar Tagen lese ich auf Twitter die Tweets der #sbbservicescout und bin arg enttäuscht. Da kommt wirklich nicht viel – und das, was man da liest, ist eher oberflächlich, ziemlich simpel und macht nicht wirklich einen kompetenten Eindruck, sorry.

Wenn da jemand alles, was von der SBB kommt, „cool“ und „geil“ findet, ist das wenig hilfreich – weder für die SBB noch für die Kunden. Ein anderer bestätigt einfach nur gerade das, was SBB Kunden schreiben („Ja stimmt, ich habe auch schon schmutzige WC’s gesehen“). Ja und, wozu braucht es da einen Scout mit geschenktem GA? Und wieder ein anderer schreibt von seinen Zukunftsträumen, nach denen sich die SBB mächtig anstrengen müssen, damit sie gegen selbst fahrende Autos von Google und gegen Uber ankommen zu können.

Du meine Güte. Unter diesem Tag respektive von dieser Gruppe von 10 Leuten habe ich wirklich mehr erwartet. Von den anderen 7 Scouts ist übrigens noch nichts erschienen – vielleicht habe ich es ja nicht gesehen. Aber das Tag #sbbscervicescout ist sehr lahm. Diese PR-Übung kommt bei mir bis jetzt etwas lächerlich rüber.

Referendum zum Nachrichtendienstgesetz

Eine Allianz aus Juso-, Grünen- und SP-Vertretern sowie Organisationen wie etwa die Digitale Gesellschaft oder Grundrechte.ch hatte das Referendum Ende September lanciert. Sie nennt sich «Bündnis gegen den Schnüffelstaat». Sowohl National- als auch Ständerat hatten das Gesetz wenige Tage zuvor deutlich verabschiedet.

Der Bund

Das Referendum ist also doch zustande gekommen – nicht so, wie befürchtet. Es ist absolut wichtig und richtig, dass in so einer wichtigen Frage der Stimmbürger Stellung nehmen und seine Stimme abgeben kann. Es muss eine Grundsatzdiskussion geführt werden, welche Instrumente der Staat bekommen darf, in einer Demokratie alle Bürger grundsätzlich als verdächtig einzuschätzen und diese zu belauschen. In einer Demokratie und in einem Rechtsstaat (so wir es denn noch sind) sind solche Instrumente absolut diskret einzusetzen. Der Fichenskandal in den 70er Jahren hatte ja gezeigt, dass zu oft und zu viel völlig über das Ziel hinausgeschossen wurde und eine absolut irrwitzige Sammelwut geherrscht hat. Daraus muss auch heute eine Lehre gezogen werden, auch wenn sich die äusseren Bedingungen verändert haben.

Wie man ja unterdessen auch weiss und nach den letzten Attentaten schmerzhaft erfahren musste: Trotz Überwachung sind diese geschehen – es gibt ganz offensichtlich zu viel Überwachung, das heisst, zu viel Daten, die gesichtet werden müssten, um jederzeit eine verlässliche Einschätzung der Lage vorzunehmen. Auf diesem Hintergrund mutet es absurd an, die Überwachung noch ausbauen zu wollen.

Wenn man die Nadel im Heuhaufen suchen will, macht es wenig Sinn, den Heuhaufen immer noch grösser werden zu lassen.

Hoffen wir also, dass die Stimmbürger mehrheitlich diese Vorlage bachab schicken. Die absolut primitiven Kommentare, die man in den Online-Medien lesen muss, die Befürworter des Referendum hätten selber etwas zu verbergen, machen das Ganze nur noch schlimmer.

Werkplatz Schweiz

Schon im letzten Jahr konnte ich nicht umhin, das offizielle Bundesratsfoto zu kritisieren. Was in diesem neuen Jahr 2016 nun aber geboten wird, ist wirklich kein Hit. Die Idee mit dem „Werkplatz“ im Hintergrund (offenbar einer Druckerei in der Region Bern) ist ja nicht so schlecht – doch wie die Bundesräte und Bundesrätinnen hier aufgereiht sind, ist ziemlich „schlicht“. Auch die Blickrichtung aller (ausser Leuthard) hin zu Schneider-Amman ist so karikatural. Irgendwo las ich von einem „Hochzeitsfoto“. Ja, so ähnlich mutet es an – alle blicken zum Brautpaar in der Mitte. Und der Bundeskanzler Thurnherr mit einer Hand in der Hosentasche ist nicht besser. Locker ist ja gut – aber so salopp geht hier einfach nicht.

Wenn schon geschrieben worden ist, man hätte sehr wenig Zeit für das Foto gehabt und die „professionellen“ Fotographen waren offenbar völlig überfordert – dann hätte man auf das Foto verzichten können. Diese Peinlichkeit ist einfach schlimm. Kommt da noch ein bessere Version, bitte!

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