AchWas

Träumerei der selbstfahrenden Züge

Immer wieder trifft man auf Artikel und Meldungen iin den Sozialen Medien, die über die baldige Eiinführung von sogenannten führerlosen Zügen berichten. Ich halte diese Projekte noch immer für absolute Träumereien – wer den heutigen realen Bahnverkehr mit dem Mischbetrieb etwas kennt, kann nur den Kopf schütteln:

  • Vergleich mit selbstfahrenden Autos ist absurd – total verschiedene Verkehrssysteme
  • Vergleich mit selbstfahrender U-Bahn absurd – völlig geschlossenes System: Fahrzeuge, Infrastruktur, Haltestellen
  • Zug: 400 m lang, 400 to schwer, 1000 Passagiere, 200 km/h
  • Auto: 4 m lang, max 2 to schwer, 4 Passagiere
  • Gemischtverkehr: Personenzüge, Cargo, Bau- und Unterhalt
  • Verschiedenste Klassen (Intercity, ICN, Regio, S-Bahn, Sonderzüge ), Geschwindigkeiten, Tonnagen, Längen, Zugmaterial
  • Störungseinflüsse, Witterung
  • Haltestellen / Bahnhöfe nicht standardisiert – jeder ist anders
  • heute bestellte Züge sind für die nächsten 40 Jahre
  • Grundsatzfrage: Warum Lokführer weglassen?

Source: notiz

Mountainbiker und Wanderer

Elektro-Mountainbikes könnten das nächste grosse Geschäft im Velohandel werden. Die Verkaufszahlen steigen massiv und rücken den altbekannten Konflikt zwischen Wanderern und Bikern wieder in den Vordergrund.

Quelle

Es gibt überall immer weniger Platz – in den Städten, in den Zügen, auf den Autobahnen – und jetzt auch noch auf den Wanderwegen. Die Natur verkommt immer mehr als Plattform für die Spassgesellschaft und wenn verschiedenen Gruppen genau das gleiche Terrain oder die selben Wege beanspruchen, sind die Konflikte nicht weit.

Zwar wird so schön immer wieder an die Toleranz und Rücksichtnahme appelliert. Aber es geht immer um die Toleranz und die Rücksicht der anderen, die eingefordert wird. Selber nimmt man sich das Recht heraus – und das Recht des Stärkeren liegt nun einmal bei den Bikern. Wie oft habe ich mich schon auf Wanderungen erschreckt, wenn plötzlich die Stahlrösser mit hohem Tempo auf schmalem Weg herunter gefahren sind und man oft nur kurze Zeit hatte, Platz zu machen – aus eigenem Interesse. Toleranz und Rücksichtnahme? Ja klar.

Es wird leider wieder zu viele rücksichtslose Biker und jetzt auch noch E-Biker geben, die dann bewirken, dass neue Regelungen und Vorschriften erlassen werden müssen. Wer und wie das kontrolliert werden kann, ist dann wieder eine ganz andere Frage.

Früher war nicht alles besser – aber einiges schon.

Müll selber entsorgen

Die Befürworter der Pro-Service-public-Initiative wollen unter anderem weniger «dreckige Züge».
Quelle

Müllentsorgung
Müllentsorgung

Ja klar, der „Service-public“ macht all diesen Dreck und soll in per Initiative gefälligst auch wegräumen. Ähnliches wird ja auch in Bezug auf „dreckige Toiletten“ gefordert – als wäre es die SBB, die die Toiletten in einen Saustall verwandeln – manchmal kommt einem beim Betreten wirklich die Kotze hoch. Wie bescheuert ist das denn! Wenn Leute die Züge als Abfallhalde missbrauchen und immer mehr liegen lassen (laut dem Artikel), ist es sicher nicht die prioritäre Aufgabe der Bahnunternehmen, all diesen Müll zu entsorgen. Und diese Forderung sogar mit dem Initiativtext zu verbinden, ist schlicht absurd.

Führerlose Züge – eher nicht

In der letzten Zeit taucht immer mal wieder die Frage nach führerlosen Zügen auf – auf Lokführer will man also in Zukunft verzichten und die Züge per Computer, Software und Fernsteuerung fahren lassen. Als Argument kommt sehr oft, dass es ja führerlose Autos gäbe und das also für die Bahn auch machbar sei. Ich sehe das als sehr unrealistisch an. Ein paar Gründe dazu:

Dosto Bombardier SBB
Dosto Bombardier SBB

Man vergleiche doch einmal Auto und Zug:

  • Auto: 4.5 m lang, 4 Personen, 1.5 t,  vmax 40 km/h
  • Zug: 4000 m lang, 1000 Passagiere, 400 t, vmax 200 km/h oder mehr

Die Bremswege sind total verschieden. Beim Zug gibt es viele Parameter und Störeinflüsse: Verschiedene Längen und Gewichte der Züge, Strecken und Trassen, Witterung, Haltestellen. Dann herrscht Gemischtverkehr mit Güter- und Personenverkehr. Die unterschiedliche Klassen der Züge ist ein weiterer Punkt: ICE, Intercity, Interregio, Regio, S-Bahn.

Bei einer Insel-Lösung wie U-Bahn kann ich mir eine Entwicklung vorstellen: Exklusive Gleisanlage (also nur für diese Züge), ohne irgend welche Kreuzungen, standardisiertes Material, standardisierte Haltestellen. Der finanzielle Aufwand für eine solche Investition ist aber kaum vorstellbar – und in der Schweiz gibts keinen Platz mehr für ein eigenes automatisches Eisenbahnnetz.

Und noch viel wichtiger wäre auch die Grundsatzfrage: Warum Lokführer wegrationalisieren? Alle Lokführer, die ich kenne, sind begeistert von ihrem Beruf.

Angebliche Alternativen zum Swisspass

Swisspass
swisspass

Nachdem so langsam aber sicher klar wird, dass der Swisspass eine Fehlentwicklung ist, gehen verschiedene ÖV Partner eigene Wege und entwickeln App’s für Smartphones. Die BLS hat so ein Projekt gestartet, die RhB macht etwas anderes und weitere Ansätze gehen in die gleiche Richtung (zB. Postauto). Auch die SBB selber ist an der Entwicklung des „elektronischen Tickets“ mehr als interessiert. Aber einmal mehr geht es weniger um Komfort der Kunden, sondern um eigene Interessen.

Aber alle diese alternativen Versuche sind nicht wirklich gut zu heissen, alle kranken an genau den selben zwei Punkten:

  • Datenschutz: Es werden Bewegungsdaten erfasst – wo der Kunde ein- und wo er wieder ausgestiegen ist. Damit sind problemlos Bewegungsprofile erstellbar. Einmal entstandene Daten werden nie mehr gelöscht und wecken Begehrlichkeiten. Diese Tendenz muss vom Datenschutz dringend unterbunden werden.
  • Konsumentenschutz: Als Konsument will ich vor der Reise wissen, was mich das kostet und nicht viel später dann auf der Abrechnung der Kreditkarte (eine weitere Datenverknüpfung dazu)

Warum das Tarifsystem geändert werden soll, ist bisher kaum kommuniziert werden. Das einzige Argument, das bisherige sei nicht mehr „zeitgemäss“ ist mehr als fragwürdig. Neu bedeutet nämlich nicht einfach „besser“ – hier ist genau das Gegenteil der Fall. Die ungelösten Fragen in Bezug auf Daten- und Konsumentenschutz werden diese Projekte hoffentlich zum stoppen bringen.

Die Verbindung im Zug

Auf dem Blog „Konsumhelden“ wurde ein Beitrag zur Problematik des Mobiltelefonempfangs in den Zügen veröffentlicht. Leider wird das aber sehr kurz abgehandelt, die technischen Details fehlen fast ganz und die Informationen sind sehr dürftig. Ich habe darum dort auch den folgenden Kommentar hinterlassen:

Schade wird hier nicht etwas ausführlicher, vor allem auch über die technischen Schwierigkeiten informiert. Das Problem de Faradayschen Käfig ist beim Direktempfang vom einzelnen Mobiltelefon ab der Antenne ein Problem (je nach Wagentyp aber verschieden). Bei einem eingebauten Repeater fällt das nicht ins Gewicht. Interessiert hätte auch die Strahlenbelastung, aber auch, warum man auf Repeater und nicht auf Wlan setzt. Dann wäre auch interessant gewesen, die die drei Mobilanbieter die Problematik zusammen mit der SBB angehen wollen.

Kleine Renovation

Die kleine Renovation des Blogs ist jetzt abgeschlossen:

  1. Neues Design „LeftSide“ installiert – ist responsive
  2. Mit Custom CSS Erweiterungen und Änderungen eingefügt, die beim Update von Core oder Theme so nicht verloren gehen
  3. Ein paar Anpassungen im CSS für die mobile Ansicht
  4. Zugriff des Blogs auf dem Wurzelverzeichnis http://achwas.me
  5. Beiträge vom Blog notiz.tk importiert, der nicht weitergeführt wird
  6. Weitere kleine Optimierungen
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